Rouladen und Klöße – Wie mache ich das?

Heute mal ein etwas anspruchsvolleres Gericht: Rouladen mit Rotkraut und Klößen.

Zunächst einmal brauchen wir ein paar richtig schöne Rouladen vom Fleischer. Natürlich vom Rind. Diese dann von den letzten kleinen Sehnen befreien. Nun kommen wir zur Zubereitung der Rouladen.

Traditional german meat rolls
Photo by mayhem
Man nehme den guten Born Senf oder etwas vergleichbares, bloß keinen süßen Senf – das wird widerlich. Damit eine Seite schön einstreichen mit einer dünnen Schicht. Nun mit Pfeffer und etwas Salz, wer will auch noch edelsüßen Paprika darauf streuen. Nun an das schmalere Ende ein paar saure Gurken (geviertelte Streifen), Speckwürfel und Zwiebelstreifen legen. Für die fat-low-Fraktion gehen hier auch Paprikastreifen anstelle der Speckwürfel. Schmeckt gar nicht so schlecht.

Dann beginnt man das Ende mit den Gurken straff einzurollen. Je fester, desto besser nachher beim Braten. Die Enden dann mit Rouladennadeln verschließen. Alternativ geht es auch mit einem Zwirn oder Bindfaden. Jetzt könnte man auch noch etwas von außen würzen, ich mache das allerdings nicht.

Traditional german meat rolls
Photo by mayhem
Dann eine Pfanne schön heiß mit Bratmagerine oder Butter machen. Wenn der hineingehaltene Holzlöffel Blasen schlägt, dann ist es heiß genug. Nun die Rouladen alle hinein und aufpassen wegen der heißen Fettspritzer. Die Rouladen nun von allen Seiten schön scharf anbraten. Das gibt dann eine schöne Soße. Wenn die Pfanne nicht heiß genug ist, dann verliert die Roulade zuviel Flüssigkeit. Ist sie heiß genug, dann bleibt der Saft in der Roulade und sie wird schön zart.

Sobald die Rouladen rundherum schön dunkelbraun sind mit Wasser ablöschen. Ich hab bei 6 Rouladen mit gut einem Liter Wasser abgelöscht. Jede Roulade hatte ca. 180g. Damit ihr ein bissl vergleichen könnt. In diesen Sud dann noch ein paar Gemüse- und Knoblauchstücken werfen, Loorbärblätter und Pfefferkörner hinzugeben und was ihr sonst noch so wollt und weiter köcheln lassen. Wichtig ist, dass der Garprozess solange fortgeführt werden muss, bis die Rouladen weich sind. Wird der Garprozess einmal gestoppt, dann bleiben die Rouladen so.

Nach ca. einer Stunde nochmal schauen und das verdunstete Wasser nachfüllen. Bei mir war es wieder fast ein Liter. Hierbei zählt der Wunsch nach Soßenmenge. In Summe hab ich die ca. 5-6cm (im Durchmesser) dicken Rouladen für 4 Stunden köcheln lassen. Das alles sollte man am Vorabend machen.

Kohlrouladen
Photo by muckster
Am Tag des Essens sollte man nochmal ca. 45 Minuten zum Aufwärmen der Rouladen rechnen. Die Soße sollte kochen und Gewürze zum Abschmecken hinzugeben: Salz, Pfeffer, Paprika. Für das Finale hab ich noch ein paar Trockenpilze kurz im Wasser weichen lassen und dann hinzugegeben. Das gibt echt einen super Geschmack zum Schluss. Frische Pilze haben da noch mehr Aroma.

Dann das ganze nochmal aufkochen lassen, wer will kann auch noch mit einem Becher Sahne „verdünnen“. Und dann sollte man sich die zarten Rouladen mit der Soße einfach schmecken lassen.

Die Zubereitung der Zutaten Rotkraut und Klöße erzähle ich ein andern Mal. Bis dahin wünsche ich Euch einen Guten Appetit.

Wenn Ihr das auch so gekocht habt, dann erzählt mal, wie es geschmeckt hat. Oder macht Ihr das ganz anders?

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