Kassler – Wie mach ich das?

Auf diversen Koch- und Rezeptebörsen gibt es die verschiedensten Zubereitungsmöglichkeiten für Kassler. Jedoch hab ich nicht die gute Art von Mama gefunden, deswegen wollte ich die hier mal zu „Papier“ bringen.

Wie macht das nun die Mama?

Kassler zu Sauerkraut und Kartoffeln
Photo by multipel_bleiben
Man nehme einen Bratschlauch. Den gibt es in allen gängigen Läden. Ich habe eine Endlosrolle genommen. Die sollte man links und rechts ca. 10cm länger, als das Stück Kassler ist, abschneiden. Dann das Stück Fleisch (roh, mit oder ohne Knochen) in den Bratschlauch einführen und an den Enden den Schlauch mit den mitgelieferten Verschlüssen zu machen. Dann mit einer Rouladennadel (kann auch eine Gabel sein) oben einige Löcher einstechen. (wenige Sekunden darauf einstechen bringt die gewünschte Anzahl)

Dann sollte das Päckchen in den vorgeheizten Ofen. Die erste Stunde bei 225°C (egal ob Umluft, Gas oder ähnliche Herde, die Temperatur ist das entscheidende) in die Röhre, damit sich möglichst schnell die Kruste bildet und das Kassler schön saftig bleibt. Sobald die erste Stunde vorbei ist kann man auf 150°C bis 175°C zurückdrehen und das ganze noch – je nach Größe – ca. 45 bis 60 Minuten im Ofen lassen. Der Bratschlauch sorgt dafür, dass der austretende Fleischsaft das Fleisch dennoch schön saftig hält.

Kassler on a bed of Curly Endive
Photo by avlxyz
Danach den Ofen ausschalten und mit den Beilagen das Servieren beginnen. Das Fleisch sollte noch ein wenig ruhen, es sei denn ihr habt es extrem eilig. Dann das Fleisch mit einer Schere vorsichtig aus dem Bratenschlauch befreien und mit einem scharfen Messer in 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Damit ab auf den vorgewärmten Teller und munden lassen.

Der Fleischsaft kann vorzüglich als Soßenersatz dienen, aber aufgepasst: es ist das einiges an Fett darin. Dieses Fett ist allerdings auch in Maßen wichtig für den menschlichen Körper.

Kleiner Tipp:Wenn ihr den Fleischsaft über Nacht stehen lasst, könnt ihr am anderen Morgen das ganze Fett mit dem Löffel abheben und habt dann fast ausschließlich leckeren Bratensaft. Und das Kassler am zweiten Tag schmeckt immer noch vorzüglich.

Ich wünsche einen Guten Appetit.

Schreibt mal wie es geschmeckt hat, falls ihr es so oder anders zubereitet habt.